Das Büro Otto Koch, ein Projekt des Kiez e.V. Dessau, holt Künstler nach Dessau, die zumeist Projekte im öffentlichen Raum realisieren. Die Projekte von Büro Otto Koch im Kiez werden gefördert vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, der Stadt Dessau, der Spedition Klickermann Dessau, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, dem Offenen Kanal Dessau und der Anhaltischen Gemäldegalerie

 

Juli 2009 – Ende März 2011

Anhaltische Gemäldegalerie

Almut Glinin: Lichtbilder

 

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Almut Glinin Lichtbilder1

 

Die Gegenstände der Installation stehen in Beziehung zu zeitlichen Erscheinungen. Ihre Aufstellung lässt Lichtbilder entstehen. Lichtbilder, die auf monochromen Farbflächen und in durchsichtigen Kugeln sichtbar werden, um mit dem Wechsel der Beleuchtung ihren Ausdruck zu verändern. Sie sind von Dauer, solange das Tageslicht durch die sphärischen Gläser geht. Somit wird den Lichtqualitäten besondere Aufmerksamkeit zu Teil. Qualitäten der Farbe, der Lichtzeichnung in Schärfe und Auflösung der projizierten Körper von Landschaft und Architektur und ihre Transformation – autark und zugleich die Umgebung aufnehmend - sind konfrontiert mit den Themen der Gemälde.

 

Almut Glinin Lichtbilder2

 

Distanz, Nähe und Position zu den Objekten lassen aus der Bewegung heraus den Betrachter selbst die Bildzusammenhänge erfahren.

Der Tisch steht in der Mitte des Raumes. Die zentrale Position zwischen dem einzigen Fenster im Raum und einem Fenster des Treppenaufgangs, welches über die Glastüre einsehbar ist, wurde gewählt, um aus beiden natürlichen Lichtquellen das Bildpotential zu schöpfen.
Diagonal zueinander in die Tischfläche gesetzt, bewirkt die Stellung der Gefäße in der Nähe ihrer zugeordneten Farbflächen Ansichten von projizierten und zugleich reflektierten Lichtbildern.

 

Almut Glinin Lichtbilder3

 

Almut Glinin Lichtbilder4

 

 

Liste der Gegenstände und Materialien


Tisch

für den Raum geschaffen, 100 x 80 cm, 90 cm hoch, lichtgrau,
im Raum sich als Objekt zurücknehmend, neutral in Form und Farbe, sich als Gegenstand dem übrigen Museumsinventar, wie Luftbefeuchter, Heizkörper, Stellwände angleichend. Einem Labortisch nachempfunden.

2 Hohlglaskugeln Ø28 cm und Ø20 cm
mit eingepassten Glasdeckeln sind gefüllt mit destilliertem Wasser.

9 Gipsplatten 30 x 40 cm, geschnitten, gebrochen, gespachtelt und bemalt,
Bruchkanten roh, Aufstellung über Eck und dachförmig
Graupappe 30 x 40 cm, 1 beschichteter Karton rund geschnitten 20 cm Ø, gelegt

Farbmaterial
Die Materialien sind ausgewählt aufgrund sich unterscheidender Eigenschaften in der Darstellung von  Oberflächen. Gips, Steinmehle, Pigmente - Spinell Hämatit – feinstofflich, homogen, dicht, weich anmutend in der Oberflächenwirkung, Farbigkeit verstärkt aufnehmend, gibt die Lichtzeichnung differenziert wieder, ein Braunton mit wärmendem Rotanteil, Farbigkeit erinnernd an sepiagetonte Fotografien und auch an braunfarbige Farbflächen in alten Gemälden

Runde Kartonscheibe, beschichtet mit körnigen, grauen Granitmehl bewirkt eine stärkere Auflösung in der Lichtzeichnung

 

Almut Glinin Lichtbilder5

Foto:

Susanne Ahner,

Berlin

 

 

Almut Glinin Lichtbilder7

 

 

 

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